Freitag, 30. August - 20.30 Uhr
STRASSBURG - Stephanskirche

 

Baptiste ROMAIN
(Leitung; Fidel,
Dudelsack)

Jessica JANS
(Sopran)

Sabine LUTZENBERGER
(Sopran)

Dina KÖNIG
(Alt)

Jakob LAWRENCE
(Tenor)

Vincent LIEVRE-PICARD
(Tenor)

Elizabeth RUMSEY
(Fidel)

Claire PIGANIOL
(Harfe, Organetto)

Marc LEWON
(Laute, Chiterna)

 

 

„Euch anzusehen, macht mich staunen“

Das Wunder des liebenden Erstaunens im burgundischen Lied des 15. Jahrhunderts
Die Spielarten der höfischen Poesie bereiten im 15. Jahrhundert den Weg zu einer Liebeslyrik, in der der Verliebte seiner Verwunderung und seinem Erstaunen gegenüber der Angebeteten Ausdruck verleiht. Er sieht sich der Unbeugsamkeit Fortunas ausgeliefert und blickt mit verwundertem Staunen auf die Unnahbarkeit,
in die sich die Liebesherrin hüllt. Dieses Programm aus einschlägigen Liebesliedern von Jakob Senleches (gest. um 1400), über Gilles Binchois (um 1400 – 1460) und Guillaume Dufay (um 1400 – 1474) bis zu Hayne van Ghizeghem (um 1445-1497) bietet die Gelegenheit, den zwei ersten Komponisten-Generationen der frankoflämischen Schule Reverenz zu erweisen.

Le Miroir de Musique (Schweiz)

Das Ensemble „Miroir de Musique“ hat sich auf die Musik des späten Mittelalters und der Renaissance spezialisiert und setzt sich aus Frühe-Musik-Interpreten der jüngeren Generation zusammen. Sitz der Gruppe ist Basel, wo die meisten ihrer Mitglieder an der Schola Cantorum Basiliensis studiert haben, darunter auch ihr künstlerischer Leiter Baptiste Romain, der inzwischen dort selbst lehrt. Das Ensemble „Le Miroir de Musique“ – der Name ist dem Traktat “Speculum Musicae“ des Theoretikers Jakobus von Lüttich entnommen – ist bestrebt, das Repertoire aus Mittelalter und Renaissance aus dem Geist der Quellentreue und unter Beachtung seiner ursprünglichen musikalischen Sinnhaftigkeit zu interpretieren.